Jubiläum 100 - 200 - 50

Liebe Freunde und Weggefährten!


 

Bevor ich im Juli an der Bayrischen Theaterakademie August Everding in München und an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellender Kunst in Stuttgart Maskenunterricht gebe, zeigen wir in Wien ein neues Capriccio der Schlüterwerke. Es heißt „Tramp’s Albtraum“ und verbindet die Kunstfigur des Charlie Chaplin mit den Friedensutopisten vor dem 1. Weltkrieg, dessen Ausbruch sich nun zum 100sten Mal jährt.

 

Zum 200 jährigen Jubiläum der Neugründung des Jesuitenordens zeigen wir ab 18. September im Theater am Hundsturm die Oper „Anfechtungen! San Ignacio – eine Dschungeloper“, die auf einer bolivianischen Barockoper basiert und von Bodo Hell und Renald Deppe in die Gegenwart geholt wurde.

 

Nun, selbst gerade unglaubliche 50 Jahre am Kerbholz,  werde ich dieses Ereignis im September in größerem Rahmen feiern. Genaueres werde ich rechtzeitig bekannt geben. Ich freue ich mich schon auf die nächsten 50 Jahre und hoffe, Ihr bleibt mir gewogen!

 

Herzlichst Euer

Markus Kupferblum

 

PS: Alle, die diesen Newsletter bereits gestern erhalten haben, bitte ich um Verzeihung für die nochmalige Sendung. Die Technik hat mich im Stich gelassen und nur einzelne Newsletter zugestellt, deshalb probiere ich es erneut!

"Tramp's Albtraum" - Café Korb, Brandstätte 9, 1010 Wien, 19.6. bis 29.6.2014, 20h


Tramp’s Albtraum

 

Eine Hommage an die Friedensutopisten vor dem 1. Weltkrieg

 

Café Korb

Brandstätte 9

1010 Wien

 

Premiere: 19.6.2014, 20h

 

Weitere Vorstellungen:

20.6. bis 29.6., 20h

jeweils Donnerstag bis Sonntag

 

Kartenreservierung: ticket@kupferblum.com oder Tel.: 01/7107606

 

mit

 

Ingala Fortange

Andrea Köhler

Julia Schranz

Therese Cafasso

Béla Bufe

Florian Hackspiel

Video: Eva Eckert

Regie: Markus Kupferblum

 

 

Das Jubiläumsjahr 1914 hat das Ensemble der Schlüterwerke dazu angeregt, sich mit den Friedensutopisten zu beschäftigen, die bereits ab der Revolution 1848 vor den Nationalisten gewarnt haben. Dabei wird die Frage erörtert, warum niemand auf diese Warnungen reagiert hat und trotzdem der bislang grausamste Krieg aller Zeiten losgebrochen ist.

Bereits 1849 hat Victor Hugo vor der Assemblée Nationale in Paris eine rede gehalten, ber der er sagte: „Wir haben die Möglichkeit, den Nationalisten zu folgen, was mit Sicherheit zu einem Krieg führt, oder wir machen ein Europa ohne Grenzen, bei dem wir wirtschaftlich, politisch und militärisch zusammenarbeiten...“

1855 schrieb Franz Grillparzer „Die Menschheit geht den Weg vom Humanismus zum Nationalismus und vom Nationalismus zum Bestialismus“.

1889 veröffentlichte Bertha von Suttner das Buch „Die Waffen nieder“, in dem sie den Krieg aus der Sicht einer Ehefrau beschrieb. Es wurde in 12 Sprachen übersetzt und war das Standard Werk der Friedensbewegung.

1899 fand die 1. Haager Friedenskonferenz statt, bei der Bertha von Suttner beteiligt war. 1906 erhielt die den Friedensnobelpreis.

1908 schrieb Jules Romain, der dann später mitten im ersten Weltkrieg eine wunderschöne Elegie an Europa schrieb: „Jeder Krieg innerhalb Europas ist in Wirklichkeit ein Bürgerkrieg.“

Karl Kraus widersetzte sich der allgemeinen Kriegseuphorie, die auch weite Kreise des intellektuellen Großbürgertums der Monarchie erfasste – ebenfalls vergeblich.

Am 31. Juli 1914 wurde Jean Jaurès ermordet, der als französischer Arbeiterführer noch bis zum letzten Moment eine hektische Reisediplomatie absolvierte, um im Falle eines Krieges einen europaweiten Generalstreik zu initiieren. Er sagte: „Es ist denkunmöglich, dass sich ein Zug in Bewegung setzt, der einen Soldaten oder eine Waffe an Bord hat, denn es werden die Arbeiter selbst sein, die an der Front sterben.“

Im Herbst 1914 hätte in Wien der Weltfriedenskongreß stattfinden sollen.

 

 

Aber auch die kulturellen und künstlerischen Strömungen vor dem 1. Weltkrieg stehen im Mittelpunkt dieser Produktion.

Ein Jahr nach Schönbergs „Pierrot Lunaire“ hat der Rechtsanwalt und Komponist Max Kowalski 1913 teilweise andere Gedichte als Schönberg aus dem Lyrikband von Albert Giraud vertont. Die Musik ist wunderbar und so gut wie unbekannt.

Die Schlüterwerke werden in dieser Produktion drei Lieder aus diesem Zyklus vorstellen. Im Herbst werden wir dann alle 12 von Max Kowalski vertonten Gedichte mit Ingala Fortange und Therese Cafasso professionell aufnehmen.

Im Jahr 1914 hat Charlie Chaplin seine Figur „Tramp“ entwickelt, die einen Menschen darstellt, der verletzlich und draufgängerisch zugleich versucht, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Er wurde zur Symbolfigur der Menschen, die ihrer Zeit hilflos ausgeliefert waren. Er bietet den Rahmen für diese Hommage an einen verfehlten Frieden.

 

"Die Geburt der Neugier aus dem Geist der Revolution - die Commedia dell'Arte als politisches Volkstheater", Facultas Verlag, Wien


Mein Buch über Theater, Commedia dell'Arte und meine Arbeit - mit Illustrationen von Linde Waber, die sie extra für dieses Buch angefertigt hat - ist im Jänner 2014 im facultas Verlag erschienen.

Es sind schon fast 2/3 der ersten Auflage verkauft!

 

Es heißt:

 

DIE GEBURT DER NEUGIER AUS DEM GEIST DER REVOLUTION - DIE COMMEDIA DELL'ARTE ALS POLITISCHES VOLKSTHEATER

 

Ihr könnt es in Eurer Buchhandlung, bei Amazon oder direkt beim facultas Verlag www.facultas.at für 19,90.-€ bestellen.

Im "Standard" und in der Theaterzeitschrift "Gift" sind wunderschöne Rezensionen erschienen.

Ich freue mich auch über Eure Rezensionen auf Amazon. Es ist ja mein erstes Buch!

 

markus@kupferblum.com          http://www.kupferblum.com