Ein spannendes und frohes 2014!

Liebe Freunde und Weggefährten!


 

Zunächst wünsche ich Euch ein frohes, erfolgreiches und spannendes Neues Jahr!

Ich bin glücklich, daß die Oper "Der Kaiser von Atlantis", die wir mit dem Klangforum Wien in der Maria Theresien Kaserne gezeigt haben, nach New York auch in Wien so enthusiastisch angenommen wurde.

Es war die 5. Produktion meiner neuen Gruppe "Schlüterwerke" in nur einem Jahr und ich danke allen, die dazu beigetragen haben, diesem jungen Geschöpf in so kurzer Zeit zu so riesigen Schritten zu verhelfen. Allen KünstlerInnen, meinen MitarbeiterInnen, Johanna Jonasch, Heike Sunder Plaßmann, Lena Arends und den vielen guten Geistern im Hintergrund und Vordergrund, wie Ulla Pilz, Lydia Mischkulnig, Renald Deppe, Thomas Haffner, Jury Everhartz und Andreas Stadler.

 

Bevor ich im Februar eine Meisterklasse beim Internationalen Maskentreffen "Conclave Cultural del Altiplano 2014" in Puno am Titicacasee leiten werde, stehen noch einige Dinge in Wien an, zu denen ich Euch herzlich einlade.

Ich freue mich, wenn Ihr meiner Arbeit weiterhin gewogen bleibt und sie auch ab und zu besichtigt.

 

Hier noch ein Interview, das ich unlängst den European Cultural News gegeben habe:

http://www.european-cultural-news.com/ich-habe-eine-abscheu-vor-politisch-korrekter-kunst-und-abenteuerlicher-politik/8186/?utm_source=feedburner&utm_medium=email&utm_campaign=Feed%3A+EuropeanCulturalNews+%28European+Cultural+News%29

 

und ein Leporello Beitrag auf Ö1:

http://oe1.orf.at/programm/360215

12.Jänner, 15h: "Die Geburt der Neugier aus dem Geist der Revolution - die Commedia dell'Arte als politisches Volkstheater", Facultas Verlag, Wien


 

Nach zweieinhalb Jahren ist es endlich soweit!

Mein Buch über Theater, Commedia dell'Arte und meine Arbeit - mit Illustrationen von Linde Waber, die sie extra für dieses Buch angefertigt hat - ist nun im facultas Verlag erschienen und ab sofort erhältlich!

 

Es heißt:

 

DIE GEBURT DER NEUGIER AUS DEM GEIST DER REVOLUTION - DIE COMMEDIA DELL'ARTE ALS POLITISCHES VOLKSTHEATER

 

Ihr könnt es in Eurer Buchhandlung, bei Amazon oder direkt beim facultas Verlag www.facultas.at für 19,90.-€ bestellen. Dann wird es noch vor Weihnachten ausgeliefert!

 

Die offizielle Präsentation findet am Sonntag, den 12. Jänner 2014 um 15h im Eroica Saal des Theatermuseums im Palais Lobkowitz, Lobkowitzplatz 2, 1010 Wien, statt, zu der ich Euch herzlich einlade.

 

Linde Waber wird die Zeichnungen ausstellen, die im Buch veröffentlicht sind, o.Univ. Prof. Dr. Peter Roessler vom "Max Reinhardt Seminar" wird mit mir ein Gespräch übers Theater führen, Renald Deppe wird Klarinette spielen, Anita und Hans Nittnaus aus Gols werden großzügigerweise köstlichen Wein aus ihrem Weingut zur Verfügung stellen und ich werde Commedia dell'Arte Masken von Amleto Sartori und Carlo Setti vorstellen.

Mein Dank gilt allen, die mich bei dieser Arbeit unterstützt haben, also vor allem Lydia Mischkulnig, Dr. Dinah Marin-Surkes und Johanna Jonasch, aber auch meinem Lektor Andreas Deppe, Mag. Sabine Kruse und Mag. Thomas Stauffer vom facultas Verlag.

Ich freue mich auf ein baldiges Zusammentreffen im Theatermuseum.

„Winterreise – ein Gewaltmarsch“, 16.-26.1.2014, 20h, Brick 5, Fünfhausgasse 5, 1150 Wien


 

Das nächste Capriccio im Rahmen der „Schlüterwerke“, meinem neuen Musiktheaterensemble, findet am 21.Juni um 20h statt. Es ist die Wiederaufnahme unserer erfolgreichen Produktion „Winterreise – ein Gewaltmarsch“ vom Juni 2013.

So viele Menschen konnten sie damals nicht sehen, weil wir restlos ausverkauft waren, daß wir uns entschlossen haben, uns wider auf die Reise zu begeben.

 

Die Gedichte von Wilhelm Müller, die Franz Schubert für seinen Zyklus „Winterreise“ 1827 vertont hat - in Müllers Todesjahr und einem Jahr vor seinem eigenen Tod -, zeichnen ein einsames Bild eines Menschen, der sich nach Wärme sehnt.

Er ist isoliert in seiner unverstandenen Sehnsucht nach einem blühenden Leben, das unter einer dicken Eisschicht verborgen liegt.

Sicherlich ist es auch die Erfahrung Müllers als Soldat im Krieg gegen Napoleon, zu dem er sich freiwillig gemeldet hatte, die man aus diesen Gedichten herausliest.

 

In unserem Projekt „Winterreise – ein Gewaltmarsch“ verknüpfen wir die Befindlichkeit dieses einsamen Menschen mit dem Feldzug nach Rußland, den Hitlers Armee genau vor 70 Jahren unternahm.

Hunderttausende deutsche und österreichische Soldaten, die meisten erst kaum 20 Jahre alt, zogen durch endlose, verschneite Ebenen Rußlands in den immer sicherer werdenden Tod. Sie zogen mordend und brandschatzend durch Länder, in denen sie absolut nichts verloren hatten, außer eine größenwahnsinnige politische Idee eines Diktators zu verfolgen, die durch nichts zu fassen war, außer mit dem Blut dieser Jugendlichen. Dabei waren jeder für sich isoliert, mit den Erinnerungen an eine Welt, aus der sie brutal gerissen worden waren und den Sehnsüchten nach einem Leben, das sie hofften, später einmal leben zu dürfen. Kurt Vonnegut nannte den 2. Weltkrieg „Kinderkreuzzug“, den er selbst als 19-jähriger nur durch Glück überlebte. Die meisten der Millionen junger Männer kamen ums Leben, die meisten verhungerten, erfroren oder starben an Fleckfieber, das von Läusen übertragen worden war. Doch auch die Kriegshandlungen verursachten einen gewaltigen Blutzoll. Allein in der Schlacht von Stalingrad im Februar 1943 starben über 700.000 deutsche Soldaten und 350.000 sowjetische Soldaten, 52.000 Pferde und die Stadt, die vor der Schlacht knapp 500.000 Einwohner hatte, zählte nach der Schlacht gerade einmal 8.000. Nur 5.000 deutsche Soldaten kamen nach der Schlacht wieder nach Hause.

 

Die grausame Dimension eines Gewaltmarsches werden wir durch die Gedichte von Miklós Radnóti erfahrbar machen.

Dieser ungarische Dichter kam bei einem Gewaltmarsch in ein Gefangenenlager 1944 durch einen Genickschuß ums Leben, da er zu schwach war, weiterzumarschieren. Seine Leiche wurde aus einem Massengrab exhumiert. Bei dieser Gelegenheit fand man in der Innentasche seiner Jacke diese Gedichte.

 

Musikalisch werden wir sowohl die Vertonungen der Winterreise durch Franz Schubert auf einem Blüthner Flügel spielen, als auch die Transkriptionen dieser Kompositionen durch Franz Liszt auf einem Bösendorfer Konzertflügel.

 

Das Ensemble der Schlüterwerke sind:

 

Ulla Pilz, Sopran

Ingala Fortange, Sopran

Andrea Köhler, Schauspiel

Stephanie Schmiderer, Schauspiel

Bela Bufe, Schauspiel

Katharina Weinhuber, Tanz

Donka Angatschewa, Klavier

 

Kostüme: Ingrid Leibezeder

Masken: Atelier Chiarivari, Basel

Regie: Markus Kupferblum

 

Pressebetreuung: MMag. Martina Theissl

Produktionsleitung: Johanna Jonasch

Dramaturgische Beratung: Ulla Pilz

 

Premiere 16. Jänner 2014, 20 Uhr

 

Vorstellungen am 17., 18., 19., 24., 25. und 26. Jänner um 20h

im

Brick 5, Fünfhausgasse 5, 1150 Wien

 

Da wir für unsere Projekte keine öffentlichen Förderungen erhalten, gilt wie immer das „Schlüterprinzip“: Pay as you can!

Wir benutzen nur Dinge, die uns kostenlos zur Verfügung gestellt werden, und alle Künstler spielen ohne fixe Gage. Die Zuschauer zahlen soviel sie sich leisten können, und das eingenommene Geld wird zu gleichen Teilen unter den Künstlern aufgeteilt.

 

Am 24.1. findet nach der Vorstellung ein Publikumsgespräch statt, bei dem ich mit Dr. Robert Streibel über die Schlacht von Stalingrad sprechen werde.

ich bitte Euch, die Karten im Vorhinein unter ticket@schlüterwerke.at zu reservieren.

 

"Europäischer Theatertag für Toleranz", 1. Februar 2014


 

Am 1. Februar 2014 findet nun schon zum dritten Mal der „Europäische Theatertag für Toleranz“ statt, den ich 2012 gemeinsam mit Bernd C. Sucher und Gabriele Welker ins Leben gerufen habe und an dem sich über 800 Theater in ganz Europa beteiligt haben. Auch heuer haben wir wieder viele Zusagen und wie es aussieht, werden sich dieses Jahr noch mehr Theater an dieser Initiative beteiligen, darunter das Wiener Burgtheater, das Theater in der Josefstadt, das Volkstheater, sowie das Gärtnerplatztheater in München, das Théâtre de Rond Point in Paris,  die Komische Oper in Berlin oder das Théâtre National de Bruxelles. Vor der Vorstellung am 1. Februar werden IntendantInnen oder SchauspielerInnen das Memorandum verlesen, das ich zu diesem Zweck verfasst habe.

Den Text des Memorandums findet man in vier Sprachen auf meiner homepage oder auf facebook.

 


Memorandum

Ich verlese ein Memorandum, das heute in den meisten Theatern Europas vor der Vorstellung in der jeweiligen Landessprache verlesen wird:

Heute ist der 1.Februar 2014. Heute vor zwei Jahren wurde in Budapest eines der bedeutendsten Theater der Stadt an einen neuen Intendanten übergeben, der seit vielen Jahren öffentlich rechtsradikales Gedankengut vertritt. Seitdem werden dort menschenverachtende und hetzerische Stücke gespielt. Dieser Tabubruch wurde zu einem gewichtigen Symbol für einen neu aufkeimenden Rassismus in Europa. Doch nicht nur in Ungarn erfreuen sich aggressive und fremdenfeindliche politische Bewegungen eines immer größeren Zulaufs. Deshalb wollen wir uns in unserem Land und in unserer unmittelbaren Umgebung für Toleranz, Vielfalt und Solidarität für die Schwächeren einsetzen.
Wir sind bestürzt darüber, dass in vielen europäischen Ländern politische Kräfte wirken, die Hass, Verachtung und Neid zwischen den Menschen schüren. Wir wollen mit unserer Theaterarbeit das Trennende in der Gesellschaft überwinden, Neugierde erwecken und die Sinne für gesellschaftliche Wahrheiten schärfen - zum gemeinsamen Wohl aller Menschen, für den Frieden und die Freiheit in Europa. Sind wir Menschen doch alle frei und gleich an Würde und Rechten geboren, sind wir doch alle Bürger einer Welt. Heute ist der 1. Februar 2014. Begehen wir heute gemeinsam zum dritten Mal den "Europäischen Theatertag der Toleranz".

Crowd Funding, Ideen zur Finanzierung unserer Arbeit


 

Im Sinne des Crowd Funding ist es möglich, unsere Projekte finanziell zu unterstützen und unsere Arbeit vom Wohl und Wehe einer öffentlichen Förderung unabhängig zu machen. Spenden dafür sind erbeten, ausgesprochen hilfreich und jederzeit willkommen.

Unser Konto bei der Ersten BLZ 20111 lautet auf „Totales Theater“ und hat die Nummer 31003100735

Beim Zahlungszweck bitte „Crowd Funding“ angeben.

 

Vielen herzlichen Dank!

 

Markus Kupferblum

markus@kupferblum.com          http://www.kupferblum.com