Sterne ohne Himmel

Liebe Freunde und Weggefährten!


 

Ich bin aus Teheran zurück, wo ich eine Reihe spannender Dinge erlebt habe.

Im Rahmen des "International Festival of Traditional and Ritual Theatre" am City Theatre in Teheran habe ich zwei Vorträge gehalten, weiters eine Maskenperformance gemacht, begleitet von einem Komponisten elektronischer Musik, was für mich eine Premiere war.

Mit der Gruppe "Paradata" habe ich eine Performance erarbeitet, die wir öffentlich präsentiert haben.

Beim Festival "Radical Teheran" im Milad Tower habe ich über Experimentelle Oper gesprochen und meinen Film "Vor dem Gesetz" gezegt, der dort eine fast beunruhigend große Wirkung gezeigt hat. Die Themen Menschenrechte, Gerechtigkeit und Staatsraison, die in Österreich immer wieder aktuell sind, haben bei diesem Publikum besonders große Empathie ausgelöst.

 

Nun freue ich mich schon auf die nächste Schlüterwerke Produktion!

"Sterne ohne Himmel" von Tanja Watoro, Brick 5, Fünfhausgasse 5, 1150 Wien, 1.10. bis 4.10.2013, 20h


 

Im Oktober wird es zwei Capriccios geben.

Schon nächste Woche zeigen wir das Gastspiel von Tanja Watoro und ihrem Bolivianischen Theater "Tariy Teatro" mit dem Titel "Sterne ohne Himmel". Es ist der poetische Monolog einer Frau, die von ihrem Großvater erzählt, der von den Nazis in Steinhof ermordet wurde. Als ich dieses Stück im April in Santa Cruz de la Sierra, Bolivien, gesehen habe, hatte ich sofort den großen Wunsch es nach Wien zu bringen. Mit der großzügigen Unterstützung von Dr. Thomas Haffner wurde dieses Gastspiel tatsächlich ermöglicht.

 

Tanja Watoro über ihre Arbeit an diesem Stück:

"Unterdrückung und das Vergessen sind die zentralen Themen in diesem Stück.

Wir tragen die Vergangenheit in uns und übertragen sie auf unsere Kinder. Wenn wir sie totschweigen, nehmen wir den Nachfolgegenerationen die Möglichkeit das Unbegreifliche kennen zu lernen. Durch die persönlichen Erlebnisse der Überlebenden bekommen die nüchternen Fakten in diesem Stück ein Gesicht - das menschliche Schicksal steht im Mittelpunkt. Das Stück soll animieren nachzufragen, sich umzuschauen und zu verstehen, wie wichtig es für jeden einzelnen ist, die Vergangenheit nicht zu ignorieren."

www.tanja-watoro.de

 

Reservieren Sie jetzt Ihre Karten! Es gibt nur vier Vorstellungen!!! Bisher mußten wir immer Leute wegschicken, weil sie absolut keinen Platz mehr finden konnten - obwohl Menschen sogar auf der Bühne gesessen sind!

"ZENSUR! Die Drei von der Tankstelle", Brick 5, Fünfhausgasse 5, 1150 Wien, 10.10. bis 13.10., 20h


 

In zwei Wochen zeigen wir "ZENSUR! Die Drei von der Tankstelle", unter der Leitung des Schweizer Regisseurs Mathias Spohr, den ich noch von meiner Zeit an der Wiener Staatsoper kenne. Es ist eine Neuvertonung des Films gleichen Titels, bei der auf die Tatsache eingegangen wird, dass dieser Film 1937 von den Nazis verboten wurde. Obwohl er der erfolgreichste Tonfilm seiner Zeit war und auch Heinz Rühmann mitwirkte, der ein persönlicher Freund von Joseph Goebbels war, konnte die Zensur und das Verbot des Films nicht abgewendet werden.

Mit diesem Projekt wollen wir eine sinnliche Erfahrung der Zensur vermitteln - in ihrer ganzen Brutalität und Vehemenz.

Auch für diese Produktion gibt es bereits Karten!

Ich würde mich sehr freuen, Sie bei einer dieser Gelegenheiten zu sehen!

Crowd Funding, Ideen zur Finanzierung unserer Arbeit


 

Zum Schluß noch ein paar Worte über das Geld:

Im Sinne des Crowd Funding ist es möglich, unsere Projekte finanziell zu unterstützen und unsere Arbeit vom Wohl und Wehe einer öffentlichen Förderung unabhängig zu machen. Spenden dafür sind erbeten, ausgesprochen hilfreich und jederzeit willkommen.

Unser Konto bei der Ersten BLZ 20111 lautet auf „Totales Theater“ und hat die Nummer 31003100735

Beim Zahlungszweck bitte „Crowd Funding“ angeben.

 

Vielen herzlichen Dank, und hoffentlich auf bald!

 

Markus Kupferblum

markus@kupferblum.com          http://www.kupferblum.com