Vom Aufbegehren

Eigene und Fremde Manifeste


Liebe Freunde und Weggefährten!

 

Das Memorandum für Toleranz in Europa, das ich verfasst habe, wurde am 1.2.2012 in über 100 Theatern in ganz Europa verlesen - etwa im Burgtheater, Akademietheater, Theater in der Josefstadt, Volkstheater, Klagenfurter Stadttheater, Linzer Landestheater, Münchner Kammerspiele, Maxim Gorki Theater, Théâtre National de Bruxelles, Théâtre Rond-Point in Paris, in 68 englischen Theatern und Theatern in Griechenland, Ungarn, Slowenien, Spanien, Holland, Schweden, Finnland, Tschechien und Chile.

 

Und was hat es genutzt?

 

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???

 

"Il ne faut pas craindre la lumière du soleil sous prétexte qu'elle n'a presque toujours servi qu'a éclairer un monde misérable", sagt dazu Réne Magritte... (man soll das Sonnenlicht nicht unter dem Vorwand meiden , es werfe fast ohnehin nur Licht auf eine schreckliche Welt)

 

Nun aus gegebenem und immerwährendem Anlaß gestalte ich gemeinsam mit Renald Deppe und Christoph Czech einen Abend der Manifeste in der Strengen Kammer im Porgy und Bess im Geiste von meinem verehrten Kurt Vonnegut, der sagte: Ich weiß nicht, wie das bei Ihnen ist, aber ich praktiziere eine desorganisierte Religion. Ich gehöre einem unheiligen Orden an. Wir nennen uns "Unsere Liebe Frau des nie enden wollenden Erstaunens" ("Our Lady of Perpetual Astonishment")

 

Aus der Rede des ungarischen Dirigenten Ivan Fischer 2011 zum 9. November (Reichspogromnacht 1938):

(...) Lesen Sie die Hetzartikel? Sehen Sie die ultranationalistischen, fremdenfeindlichen und antiziganistischen Bewegungen, die europaweit zunehmen? Dann bitte ich Sie, endlich zu begreifen, dass in Europa nicht in erster Linie der Euro in Gefahr ist, sondern die Toleranz. Tun Sie etwas! Grenzen Sie sich von denen ab, die sich mit den Hetzern Kompromisse schließen und erschaffen Sie obligatorische Normen, die die Freiheit der BürgerInnen Europas garantieren!“ (...)

 


Eine beispielgebende Episode aus den Aufzeichnungen (1992-1993) des Elias Canetti:
 
Bauern im südindischen Karnataka:
»Nach monatelangen fruchtlosen Protesten versammelten sie sich jetzt vor dem Parlamentsgebäude und lachten zwei Stunden lang die Regierung aus. 2000 Polizisten schauten tatenlos zu.«

 

 

Am Montag, den 5.3.2012 lese ich aus eigenen und fremden Manifesten.

Dazu gibt es

Interludien : Lieder ohne Orte

Markus Kupferblum: (Violino Piccolo)

Christoph Cech: (Innen- & Aussenklavier)
Renald Deppe: (Doppelrohrblattgebläse)

 

Strenge Kammer

Künstlerische Leitung: Renald Deppe

Porgy & Bess, Riemergasse 7, 1010 Wien

5.3.2012, 19h30

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markus@kupferblum.com          http://www.kupferblum.com