Newsletter Winter 2011

Liebe Freunde und Weggefährten!


Der Herbst ist verflogen, das Projekt mit dem Klangforum Wien von Patrick Corillon „Oskar Serti geht ins Konzert. Warum?“ wurde im Wiener Konzerthaus vor über 1600 Menschen uraufgeführt. Mit der Gruppe „PHACE“ habe ich „La Battaglia di Constantinopel“ nach einem Bild von Tintoretto im Kunsthistorischen Museum in Wien aufgeführt. Ich war in Budapest, habe an der Bayrischen Theaterakademie „Maskenspiel“ unterrichtet und jetzt bin ich wieder in Wien, von wo ich Euch schöne und romantische Weihnachten und einen guten Rutsch ins Neue Jahr wünsche!

Das Bild ist übrigens von Picasso und heißt: „Die Familie des Akrobaten“

 

1. Europäischer Theatertag für Toleranz


Am 1.2.2012 wird das "Neue Theater Budapest" an zwei Intendanten übergeben, die bekannte ungarische Rechtsradikale sind. Einer von ihnen war Gründer einer rechtsextremen Partei und betreibt heute noch eine Zeitschrift, in der er antisemitische, antiziganistische und rassistische Hetzschriften veröffentlicht. 
Da es sich um ein subventioniertes Theater einer europäischen Hauptstadt handelt und der Oberbürgermeister diese Entscheidung im Alleingang gefällt hat, findet ein Tabubruch statt, den wir als Theatermacher nicht einfach auf uns sitzen lassen wollen. Gemeinsam mit C. Bernd Sucher, Gaby Welker, Peter Ender, der Münchner Hochschule für Film und Fernsehen, der Bayerischen Theaterakademie, dem Konservatorium der Stadt Wien Privatuniversität und einer Reihe von Theatermachern und Schauspielern habe ich eine Initiative gestartet, die sich gegen die schleichende Akzeptanz von Faschisten im öffentlichen Leben richtet.
 Ungarn ist nicht das einzige Land Europas mit starken rechtsextremen Parteien.

Ich habe ein Memorandum verfasst, das am 1.2.2012, am Tag der Übergabe des Theaters, an möglichst vielen Europäischen Theatern vor der Vorstellung in der jeweiligen Landessprache verlesen werden soll.

 

Dieses Memorandum wurde letzte Woche bei einer Pressekonferenz in Budapest verlesen. Die ungarischen Zeitungen haben am folgenden Tag darüber berichtet. Der Oberbürgermeister von Budapest hat daraufhin einen der beiden Intendanten entlassen, bevor dieser noch seine Stelle angetreten hat. Ein erster, kleiner Erfolg.

 

Der Text des Memorandum ist auf meiner homepage auf Deutsch und Englisch zu finden. Weitere Übersetzungen kommen laufend dazu.

http://www.kupferblum.com/news/3316/_1__Europäischer_Theatertag_für_Toleranz_

 

Oskar Serti geht nach Köln


Gleich nach Weihnachten, am 28.12. um 18h, spielen wir nach Wien und Luxemburg „Oskar Serti geht ins Konzert. Warum?“ von Patrick Corillon in der Philharmonie Köln. Es gibt noch Restkarten. Hier eine Ankündigung aus dem Kölner Stadtanzeiger:

 

http://www.ksta.de/html/artikel/1324377086398.shtml

 

Challenge Opera


Anfang Jänner bin ich Artist in Residence am Austrian Cultural Forum in New York und halte am 11.1. ein Referat über die Ästhetik der Oper im nächsten Jahrzehnt und die Entwicklung der Freien Opernszene in Europa. Danach gibt es eine Diskussion mit Vertretern der New Yorker Opernszene. Wir immer ebenfalls in New York ist, ist herzlich willkommen.

 

Szenisches Schreiben, Universität für Angewandte Kunst, Wien


Im Sommersemester unterrichte ich „Szenisches Schreiben“ an der Universität für Angewandte Kunst in Wien am Institut für Schreibkunst, worauf ich mich schon sehr freue!


Herzliche Grüße


Markus Kupferblum

 

markus@kupferblum.com          http://www.kupferblum.com