Anfechtungen! San Ignatio- Eine Dschungeloper

Jahr:2014
Autor:Bodo Hell
Ort:Theater am Hundsturm, Wien
Weiteres: 
Beschreibung:

Eine zeitgenössische Konfrontation
mit einer originalen südamerikanischen Barockoper
aus den Jesuitenmissionen in Bolivien

Mit einem Gegen - Text von Bodo Hell und
einer Gegen - Musik von Renald Deppe

 

„San Ignacio – eine Dschungel Oper“
Im Jahre 1655 wurde Pater Anton Sepp in Tirol geboren, der als junger Jesuitenpater in die Missionen seines Ordens nach Paraguay, Brasilien und dem heutigen Bolivien reiste, um den dort ansässigen Guarani Indios die damalige zeitgenössische österreichische Musik näherzubringen. Dabei entstand eine große Anzahl originärer Barockmusik, die auf den dafür extra eingeführten Instrumenten aufgeführt wurde. Zahlreiche dieser Kompositionen wurden von anonymen Komponisten indigener Abstammung verfasst, einige Komponisten aus dem Stamm der Guaraní-Indianer signierten ihre Werke mit Namen. Der Großteil der so entstandenen Werke war Sakralmusik, jedoch wurden einige wenige Barockopern komponiert, die der Bevölkerung die Lebensgeschichte der unterschiedlichen Heiligen näherbringen sollten.
Seit 18 Jahren lebt der polnische Priester Piotr Nawrot in Bolivien und leitet die dortigen jesuitischen Archive.
Im April 2013 bin ich in den bolivianischen Dschungel gereist, um Manuskripte solcher Opern ausfindig zu machen. Dort habe ich von Piotr Nawrot die Partitur der Oper eines anonymen Komponisten, „San Ignacio“, erhalten und nach Österreich gebracht, mit dem Recht, sie hier erstmals aufzuführen.
Mittlerweile war diese Oper jedoch bereits konzertant bei der „Langen Nacht der Kirchen“ in Wien zu hören und wir haben uns deshalb entschlossen, eine radikale Neupositionierung dieser Oper zu versuchen.
Bodo Hell hat einen neuen Text dazu geschrieben, Renald Deppe hat diese Partitur bearbeitet und zeitgenössisch instrumentiert.

Die Geschichte handelt vom heiligen Ignatius von Loyola, dem Ordensgründer der Jesuiten. Sie erzählt seine Lebensgeschichte als Zaubermärchen, seine Verführung durch Dämonen und dem heiligen Xaver, der ihm bei seinem Glaubenskampf beistand.

Die Oper „San Ignacio“ ist nach dem „Kaiser von Atlantis“, den wir im Dezember 2013 in der Sporthalle der Maria Theresien Kaserne gezeigt haben, die zweite größere Opernproduktion des Ensembles „Schlüterwerke“, das im Februar 2013 gegründet wurde und seit dem eine Vielzahl an Capriccios zur Aufführung brachte, die auf enormes öffentliches Interesse stießen. Beiliegend finden Sie einen Überblick der Produktionstätigkeiten der Schlüterwerke.

Markus Kupferblum

*****

Ensanchando San Ignacio
Ópera de las misiones jesuíticas

Auf der Basis der Bearbeitungen von Piotr Nawrot (aus Polen stammender und zur Zeit in Südamerika wirkender Missionar/Musiker) und und Domenico Zippoli (1688-1726: italienischer Missionar, Organist und Komponist) einer in Bolivien zusammengestellter Barockoper anonymer Herkunft aus den südamerkanischen Jesuiten-Missionen entsteht \"Weitergedachtes\": Ungewöhliche Instrumentierungen (Hackbrett, Kontabass/Elektronik, Gitarrenpräperationen, Baritonsaxophon), avancierte Generalbass-Aussetzungen, und neukomponierte Zwischenspiele, Rezitative und Arien in zeitgenössischer Klangsprache ergänzen/reflektieren/paraphrasieren das barocke Ausgangsmaterial: Ein multistilistisches Opernfanal über (Er)Leben und (Nach)Wirken eines faszinierenden wie provokant kontroversiellen Kirchenheiligen: Ignatius von Loyola.

 Renald Deppe

Ensemble Schlüterwerke: Ulla Pilz, Ingala Fortagne, Andrea Köhler, Julia Schranz,Therese Cafasso,  Bernd Lambauer, Florian Hackspiel, Béla Bufe
Musik: Capella con Durezza: Franziska Fleischhanderl, Irene Kepl, Sophia Goidinger-Koch, Matija Schellander und Renald Deppe
Regie und Konzept: Markus Kupferblum
Musikalische Leitung & Komposition: Renald Deppe
Text: Bodo Hell
Ausstattung: Luise Czerwonatis
Kostüm: Ingrid Leibezeder
Presse: Tess Marja Werner
Produzent: Totales Theater, Schellinggasse 5, 1010 Wien

 

 

 

 
News | Curriculum | Foto | Video | Audio | Presse | Newsletter | Kontakt | Blog | Impressum